Alles hat ein Ende..

Nach acht Monaten geht mein Praktikum bei der Franziskanischen Gassenarbeit zu Ende. Es waren acht lehrreiche und wertvolle Monate.

Um meinen Abschluss gebührend zu feiern, machte das Haus Zueflucht einen Ausflug zu den Bienen nach Eschlikon. Bei Beno’s Grillplatz, welchen er liebevoll mit Bank und Tisch hergerichtet hat, assen wir gemeinsam Fajitas und Dessert.

Der Tag war besonders schön, da wir im schönen Wetter die Gemeinschaft miteinander pflegen konnten. Es gab sehr gute Gespräche und viel zu lachen.

Eine Bewohnerin machte mit der ganzen Gruppe Traumfänger. Sie bewies eine Engelsgeduld beim Erklären der einzelnen Arbeitsschritte.

Ich möchte mich mit meinem letzten Bericht herzlich beim Fraga Team und meinen Mitpraktikanten für die gute Zusammenarbeit und guten Stunden bedanken.

Liebe Grüsse

Jeannine

Lernziele

Diesen Monat schloss ich meine Lernziele für die Schule ab. Über sechs Monate bearbeitete ich drei Lernziele die einen Theorietransfer in die Praxis gewähren sollten.

Mein erstes Lernziel war im Bereich der Fachkompetenz. Ich stellte mir die Frage, ob Sucht ein Soziales Problem ist. Durch Literaturrecherche und Interviews mit Bewohnern ging ich der Frage auf den Grund. Es war für mich sehr spannend die Bewohner in der Rolle der Experten zu erleben und ihr Wissen zu reflektieren.

Mein zweites Lernziel war im Bereich der Methodenkompetenz. Beno erwartete von mir, dass ich die Lernziele so lege, dass die Franziskanische Gassenarbeit davon profitieren kann. Mit meinem Wissen von der Fachhochschule legte ich eine Sozialraumkarte für die Gassenarbeit an.

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=z0am0qPPopuc.k1nfJUEASG0c&usp=sharing

Mein persönliches Ziel war es, Brennpunkte, Organisationen und Begegnungspunkte von Bewohnern auf eine Karte zu bringen, um einen Überblick über das Sozialnetz der Stadt Zürich, oder besonders unserem Stadtteil zu gewinnen.

Mein drittes Lernziel wählte ich im Bereich der Selbstkompetenz. Durch meinen christlichen Hintergrund geprägt, wollte ich herausfinden, ob es möglich ist das christliche Menschenbild zu leben und gleichzeitig mit einem professionellen Hintergrund zu arbeiten. Durch Reflexionen von mehreren Situationen schrieb ich mehrere Themenbereiche nieder, in welchen ich für mich einen Konflikt oder eine besonders gelungene Übereinstimmung spürte. Die gewonnenen Erkenntnisse präsentierte ich dem Team. 

Einladung zum Gedenktag für Suchtopfer am 11. Februar 2016

Gemeinsam aber sind wir stark! Lasst uns deshalb zusammen kommen und uns die Zeit nehmen den Suchtopfern unter uns zu gedenken. An drei Standorten (ADA Angehörigenberatung Umfeld Sucht , Suneboge und bei uns) werden um 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr Feuerschalen aufgestellt, Suppe und Tee ausgeschenkt, es wird gedankt und gedenkt. Wir laden Sie herzlichst dazu ein, mit uns diesen Tag zu feiern. Symbolisch werfen wir Not und Sorge rundum das Thema Sucht auf einem Zettel ins Feuer. Wir sprechen damit Wünsche und Hoffnung aus, nehmen ggf. Abschied von der Abhängigkeit oder von verstorbenen Opfern und teilen miteinander Erinnerungen und Geschichten.Wir freuen uns auf einen gedankenvollen Abend mit Euch im Haus Zueflucht!

Routinen des Alltags

Nach einem stressigen Dezember ist im Januar wieder ein bisschen Routine eingekehrt. Mehrere Umstrukturierungen wie zum Beispiel der Umbau unseres Büros sollen diesen Routinen mehr Stabilität geben.

Eine meiner Routinen im Alltag ist Negem. Wir machen bereits seit mehreren Monaten zusammen ein Coaching. Ziel dieses Coaching ist es, für Negem eine Arbeitsstelle zu finden.

Am Anfang gestalteten wir gemeinsam ihre Bewerbungsunterlagen, aktualisierten ihren Lebenslauf und sortierten ihre Arbeitszeugnisse. Die nächsten Monate recherchierten wir geeignete Stellen und versendeten Bewerbungen. Im ganzen Prozess ergaben sich immer wieder gute Gespräche, welche für beide Parteien gewinnbringend waren.

Ende Januar wurde Negem an ein Bewerbungsgespräch eingeladen. Wir freuten uns sehr darüber und bereiteten uns gut darauf vor. Jetzt sind wir am Warten wie es weitergeht. Ich würde mich sehr darüber freuen wenn es diesmal klappen würde. Da es einem im Haus Zuflucht nie langweilig wird, bin ich mir sicher, dass es nach Negem schnell wieder eine neue Routine für mich geben wird.

Weihnachtsausflug

Die Weihnachtszeit ist die Zeit in welcher man näher zusammenrückt, erlebtes austauscht und sich gutes Wünscht. Um mit unseren Bewohnern das Weihnachtsfest zu feiern, gingen Nuria und ich mit 2 Bewohnern und einer Auswertigen in die Schokoladenfabrik Frey. Zuerst besuchten wir den Schokoladenrundgang, welcher viele Informationen über die Herstellung und Beschaffung von Schokolade gab. Anschliessend degustierten wir Pralines und genossen die Schokoladenbrünnen welche im Raum waren. Es machte Spass die diversen Spiele auszuprobieren, Schokolade in Schokolade zu tunken und dabei zu hoffen, dass einem im Nachhinein nicht allzu schlecht sein wird.

Mit Schokolade gefülltem Magen gingen wir anschliessen zurück ins Haus Zuflucht. Nuria und ich machten das Abendessen parat. In der selben Zeit zündete ein Bewohner für uns im Garten die Feuerschale an. Beim gemütlichen schnabulieren an unsere Feuerschale, liessen wir den Abend mit Pizza und Kuchen ausklingen. Es war eine lockere, fröhliche Atmosphäre die wir sehr genossen. Wir durften die Bewohner so einmal in einem ganz anderen Kontext erleben.

Die etwas andere Velotour

Am Freitag 27. November 2015 führte Marcel eine Kollegin und mich durch die Stadt Zürich. Die Stadttour machten wir auf Grund eines meiner Lernziele. Von meiner Ausbildung an der FHS St. Gallen wird vorgegeben, dass wir über unser Praktikum drei Individuelle Lernziele planen und erreichen sollten. Eines meiner drei Lernziele ist, eine Sozialraumkarte der Stadt Zürich zu erstellen, auf welcher für uns interessante Organisationen und Begegnungspunkte der Bewohner ersichtlich werden.

Marcel führte uns mit dem Velo quer durch die Stadt und zeigte uns diverse Organisationen. Für mich war es sehr spannend die Organisationen live vor mir zu sehen und nicht nur auf dem Computer auf einer Karte. Die Velotour war zusätzlich spannend, weil wir nicht die typischen Touristenorte besucht haben.

Anschliessend an unsere Tour hatte Marcel einen Theaterauftritt mit seiner Theatergruppe den „Schrägi Vögel“. Meine Kollegin und ich durften bei der Hauptprobe dabei sein und anschliessend feedbacken wie die Vorstellung auf uns gewirkt hat. Es war ein gelungener Abschluss unseres Nachmittages. Wir haben uns köstlich amüsiert und durften ganz neue Seiten der Stadt Zürich entdecken. Vielen Dank Marcel für diesen unvergesslichen Nachmittag.

Christkönigsfest Kloten

Am Sonntag 22. November 2015 wurden wir von Kristina zum Christkönigsfest in der Pfarrei Kloten eingeladen. Gut ausgerüstet mit Selbstgestricktem, Kürbissuppe und guter Laune fuhren wir mit dem Bus zum Fest.  Zu sechst verteilten wir die Sachen unter den Besuchern und Gästen. Trotz kaltem Wetter war unser Stand gut besucht und wir waren am Mittag bereits sozusagen ausverkauft. Bei Essen und Glühwein genossen wir noch die Gastfreundschaft der Kirchengemeinde. Wir wurden reichlich mit Freundlichkeit und Spenden beschenkt.

Wir möchten uns ganz herzlich bei Kristina (Du bist umwerfend :D) und der Pfarrei Kloten für ihre Einladung und die grosszügigen Spenden bedanken. Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen um mit lieben Leuten abermals eine gute Zeit verbringen zu können.

Luca und Jeannine

(Dieser Text wurde zusammen mit einem Bewohner erstellt)

Startklar

Bereits seit mehr als einem Monat darf ich mich als Teammitglied der Franziskanischen Gassenarbeit betiteln. Mit Nuria zusammen darf ich mein zweites Ausbildungspraktikum im Haus Zuflucht als Sozialpädagogin in Ausbildung absolvieren. In der Zeitspanne in welcher ich schon hier bin, prasselten viele Eindrücke und Erlebnisse auf mich ein. Ein für mich besonderes Erlebnis möchte ich hier mit euch teilen.

Vor ca. zwei Wochen kamen zwei Männer welche aus Bulgarien stammen zu uns ins Haus Zuflucht. Ihr ganzer Besitz waren die Kleider welche sie auf dem Leibe trugen. Diese und sie selber rochen nicht gerade wie eine frische Blumenwiese. Jemand den sie kennengelernt haben erzählte ihnen von uns. Voller Hoffnung auf Hilfe schauten sie mich an…

Meine Aufgabe, ihr Anker in der Not zu sein! Gemeinsam schauten wir im Kleiderkeller wegen frischen und warmen Kleidern für sie. Ich schickte sie unter die Dusche, half ihnen ihre alten Kleider zu waschen und  lud sie zum Mittagessen ein. Nach dem ganzen Prozedere schauten wir gemeinsam wo sie die nächste Nacht unterkommen konnten. 

Voller Freude was mich noch alles erwartet, halte ich euch hier über mein Praktikum auf dem Laufenden.   

Liebe Grüsse

Jeannine